(PN/MB). Beim inzwischen 7. Bürger*innen-Workshop „Ideen beim Gehen“ standen am 6. Mai die Familienfreundlichkeit der Stadt Pasewalk und neue Ideen für die Innenstadt im Mittelpunkt. Rund drei Stunden lang zogen Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Citymanagerin Claudia Große durch die Innenstadt, tauschten Gedanken aus und entwickelten konkrete Vorschläge für die Zukunft der Stadt.
Unter der Moderation von Johannes Drews startete der Workshop am Marktplatz. Bürgermeister Danny Rodewald begrüßte die Teilnehmenden und führte durch verschiedene Stationen der Innenstadt.
Ein Halt war der Kürassierpark. Dort gab der Bürgermeister einen Überblick zu geplanten Entwicklungen und Veranstaltungen. Besonderes Interesse galt den geplanten „Salongesprächen mit Musik“ unter dem Titel „Kasino Pasewalk – zwischen Vergangenheit und Zukunft“, die voraussichtlich am 23. September stattfinden sollen.
Auch lokale Gewerbetreibende kamen zu Wort. In „Domis Laden“ berichtete die Inhaberin des Spielzeuggeschäftes offen über die Herausforderungen einer Geschäftsgründung in der Innenstadt.
Nach einer Pause in St. Otto erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit der katholischen Kirche in Pasewalk. Danach begann die eigentliche Workshopphase: In drei Arbeitsgruppen diskutierten die Bürgerinnen und Bürger Ideen und Wünsche für eine familienfreundlichere Stadt.
Zum Thema Unterstützungsangebote für Familien wurden unter anderem regelmäßige Familientreffen an wechselnden Orten, Familientanz-Angebote sowie eine bessere Sichtbarkeit bestehender Angebote vorgeschlagen, etwa durch Stadtpläne oder die Pasewalker Nachrichten. Zudem könnten Kreativangebote – ähnlich wie beim Stadtringfest – über das ganze Jahr verteilt an unterschiedlichen Orten stattfinden.
Eine Gruppe entwickelte Ideen für den öffentlichen Raum. Besonders viele Vorschläge gab es für den Kürassierpark: zusätzliche Bänke und Mülleimer, eine Tischtennisplatte, ein umzäunter Sport- und Bolzplatz, eine große Kletterwand oder eine Seilbahn. Darüber hinaus wurden ein Sportfest mit Musik, ein gemeinsamer „Clean-up-Day“ mit Schulen, Kitas und Vereinen sowie eine Geocaching-Rallye angeregt. Auch mehr Abendangebote in der Innenstadt – insbesondere für Jugendliche – standen auf der Wunschliste.
Zum Thema gewerbliche Angebote für Familien wurden unter anderem ein Sportladen, ein Bekleidungsgeschäft für junge Leute und ein Indoor-Spielplatz genannt. Zudem wünschen sich die Teilnehmenden eine stärkere Zusammenarbeit der Gewerbetreibenden, etwa durch gemeinsame Aktionen wie Spielstraßen oder eine digitale Plattform mit Suchfunktion nach dem Motto: „Was bekomme ich wo?“.
Der Bürger*innen-Workshop ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Pasewalk, der Leader-LAG Stettiner Haff und des Bundesprogramms Demokratie leben! – und zeigt eindrucksvoll, wie aktive Bürgerbeteiligung Menschen verbindet und Räume schafft, in denen neue Ideen wachsen können.
Die Partnerschaft für Demokratie wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Kontakt:
Koordinierungs- und Fachstelle
„Partnerschaften für Demokratie“
Stadt Pasewalk/Amt Uecker-Randowtal www.demokratieleben-fuerpw.de
www.demokratie-leben.de