(PN/MM). Nach längerer Schließzeit öffnet das Museum am 17. Mai wieder seine Türen für die Öffentlichkeit. Die ursprünglich kürzer geplante Schließung musste verlängert werden, da sich im Verlauf der Arbeiten vor Ort zusätzliche Mängel zeigten, die fachmännisch behoben werden mussten.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Maßnahmen lag auf der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie des Personals. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem Auflagen der Unfallkasse umgesetzt. Darüber hinaus erfolgten umfangreiche bauliche und technische Arbeiten. So wurden die Farbanstriche im gesamten Haus erneuert. Auch der Bodenbelag in den Büroräumen wurde ausgetauscht, was nach rund 30 Jahren Nutzung dringend erforderlich war.
Weitere Veränderungen umfassten die Errichtung einer Trockenbauwand im Eingangsbereich sowie die vollständige Umstellung auf energiesparende LED-Leuchtmittel im gesamten Gebäude, teilweise verbunden mit dem Austausch kompletter Leuchten. Zudem wurden die Sanitärräume modernisiert.
Parallel zu den baulichen Maßnahmen wurde das Museum auch inhaltlich weiterentwickelt. Intern wird die Aufarbeitung und Digitalisierung des Sammlungsbestandes vorangetrieben, um diesen langfristig zu sichern und besser zugänglich zu machen.
Die Ausstellungsräume werden schrittweise neu konzipiert. Eine Etage ist bereits fertiggestellt und widmet sich dem Leben und Werk des Künstlers Paul Holz. Diese Ausstellung ist künftig dreisprachig angelegt und teilweise über QR-Codes digital abrufbar. Kleine Details schlagen dabei bewusst eine Brücke zur Region.
Drei weitere Etagen, die sich der Stadtgeschichte widmen, befinden sich derzeit noch im Umbau. Hier stehen künftig Aufgaben wie die Auswahl und Beschriftung von Exponaten, die Erstellung von Objekttafeln sowie die Übersetzung der Textelemente auf dem Plan, um das Angebot auch für ein internationales Publikum attraktiv zu machen. Die Ausstellung wird von der frühen Besiedlung durch die Ukranen über die Stadtentwicklung im Mittelalter bis zur Zeit als Garnisonsstadt des preußischen Militärs führen und Themen wie die Geschichte der Dragoner und Kürassiere, die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau in der DDR-Zeit behandeln.
Neu entstanden ist zudem der Bereich der Museumspädagogik, in dem künftig Kinder, Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene praktisch arbeiten und Geschichte aktiv erfahren können.
Mit der Wiedereröffnung am 17. Mai möchte sich das Museum als modernisierter und zukunftsorientierter Ort präsentieren, der Geschichte, Kunst und Bildung unter einem Dach vereint.
Fotos: Museum








