(PN/DS). Die Schüler der Klasse 2c der Pasewalker Grundschule Ueckertal hatten am 21. April ihren großen Auftritt. Statt des Mathematikunterrichts, der auf dem Stundenplan stand, durften sie den symbolischen Spatenstich für das Stadtteilzentrum in der Pestalozzistraße vollziehen. In diesem neuen Zentrum wird sich dann auch eine Mensa befinden, in der die Kinder das Mittagessen einnehmen können. Die Fertigstellung des Gebäudes gegenüber der Europaschule und der Grundschule ist für Ende 2023 geplant. Zudem wird das moderne Haus auch Begegnungs- und Beratungsstätte für die Bürger und Vereine und den Jugendklub der Oststadt sowie eine Bibliothek beherbergen. Dem feierlichen Akt wohnten neben den interessierten Kindern auch Stadtvertreter bei. Sie hatten 2014 den Beschluss für den Bau des Gebäudes gefasst. Bürgermeisterin Sandra Nachtweih betonte, dass von dem neuen Zentrum im Osten der Stadt viele profitieren. Immerhin lebt ein Drittel der Bevölkerung Pasewalks in diesem Stadtteil. Sie ließ den langen Weg bis zum Spatenstich in ihrer kurzen Rede noch einmal Revue passieren. Fehlende finanzielle Mittel der Stadt, der Erwerb des Grundstückes, auf dem sich einst eine Verkaufshalle befand, sich über einen langen Zeitraum erstreckende Ausschreibungsverfahren sowie die Bemühungen der Stadt um Fördermittel hatten dazu geführt, dass sich der Baustart für dieses so wichtige Projekt lange hinzog. „Wir lassen sonst eher Straßen bauen, ein Hochhausgebäude ist eher die Ausnahme und etwas ganz Besonderes. Das Stadtteilzentrum begleitet mich schon meine gesamte Amtszeit. Ich freue mich für die Oststadt“, so Bürgermeisterin Sandra Nachtweih. Die Kosten für den Bau werden laut derzeitigem Stand bei rund 3,4 Millionen Euro liegen. Rund 1,83 Millionen Euro werden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Zusätzlich hat das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Förderung von 530.000 Euro zugesagt. Somit beträgt der Eigenanteil für die Stadt Pasewalk in den Jahren 2022 und 2023 jeweils 500.000 Euro. Der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß ist sich sicher, dass der Bau des Objektes zur Aufwertung des Stadtbildes beiträgt und eine gute Investition in die Zukunft ist. Da die Stadt Pasewalk die finanziellen Mittel nicht allein aufbringen könne, unterstütze das Land. „Es ist gut investiertes Geld für zukünftige Generationen“, so der Staatssekretär.
Architekt Georg Augustin vom Architekturbüro augustinundfrank/winkler aus Berlin erläuterte den Anwesenden das Projekt. Das neue Haus mit Satteldach wird 70 Meter lang, schmal, modern und offen sein, so dass man zu beiden Seiten hindurchsehen und von den umliegenden Häusern auf das Gebäude sehen kann. Es kommen vorgefertigte Elemente für Haustechnik und Heizung zum Einsatz, so dass im Gebäude nicht einmal tapeziert werden muss. Das Architekturbüro hatte 2016 den Ideen- und Architektur-Wettbewerb für das neue Stadtteilzentrum gewonnen. Die Berliner haben ein ähnliches Gebäude bereits in Berlin-Neukölln gebaut. Bei der Bauleitung wird das Berliner Architekturbüro vom Büro H2B Architekten aus Neubrandenburg unterstützt.