(PN/PM). Am 12. Februar 1940 wurden 13 jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Pasewalk vom Pasewalker Bahnhof in den Tod deportiert. Sie wurden in einen Personenzug nach Stettin gezwungen und von dort gemeinsam mit 1.120 weiteren Menschen nach Lublin verschleppt. Keiner von ihnen überlebte.

Zur Erinnerung an dieses erschütternde Kapitel der Stadtgeschichte verlegte der Künstler Gunter Demnig vor einem Jahr am Gleis 4 eine Stolperschwelle. Dieses Mahnmal soll das Andenken an die Opfer bewahren und zugleich eine eindringliche Mahnung gegen das Vergessen sein.
Zugleich markiert dieses Ereignis den Abschluss der Stolpersteinverlegungen in Pasewalk, die den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gewidmet sind. Insgesamt wurden in Pasewalk 78 Stolpersteine verlegt und damit aller ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt gedacht.

In Erinnerung an den Tag der Deportation findet am 12. Februar 2026 ein Gedenktag statt.
Um 10:00 Uhr werden am Gleis 4 des Pasewalker Bahnhofs Blumen niedergelegt.
Um 16:00 Uhr wird in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, dem Museum der Stadt Pasewalk und dem Förderverein des Museums der Stadt Pasewalk die App „Stolperstein digital“ vorgestellt. Treffpunkt ist Am St. Spiritus 3.

Im Anschluss wird im Rathaus Pasewalk eine Ausstellung über die einstigen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt gezeigt.