Drei Tage lang stand Pasewalk ganz im Zeichen seines 775-jährigen Stadtjubiläums. Vom 4. bis 6. September wurde gemeinsam gefeiert, gelacht, getanzt und auf die bewegte Geschichte unserer Stadt zurückgeblickt.
Bereits am Freitagabend war auf dem Marktplatz zu spüren, dass dieses Wochenende etwas Besonderes werden würde. Musik, Tanz, Unterhaltung und zahlreiche Begegnungen sorgten für einen stimmungsvollen Auftakt. Die Kinder der DRK-Kindereinrichtungen, Kurt Witt, die Ostseewelle-Party mit Alexander Stuth und die Tanzshow von „be free Eggesin“ machten den ersten Festabend zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Eine beeindruckende Laserperformance bildete den krönenden Abschluss und das alles, obwohl das Wetter uns am Freitag wirklich nicht gesonnen war.

775 Jahre Stadtgeschichte in einem Festumzug
Der Samstag stand ganz im Zeichen des großen Festumzuges.
Mit dem Startschuss der Pasewalker Schützengilde 1477 e. V. setzte sich ein farbenprächtiger Zug durch die Stadt in Bewegung, angeführt von der Schalmeienkapelle Rossow. Vereine, Unternehmen, Institutionen, Einrichtungen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie die Partnerstädte hatten sich mit viel Kreativität und Engagement auf den Festumzug vorbereitet. Über eintausend Menschen zählte der Festumzug. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die den Festumzug mitgestaltet und so zum guten Gelingen beigetragen haben.
Der Festumzug machte eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig Pasewalk ist. Historische Themen trafen auf das heutige Leben in der Stadt, Traditionen auf moderne Ideen. Am Straßenrand versammelten sich zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer und begleiteten den Zug mit viel Applaus.

Wenn aus einer Stadtwette Musik wird
Eine besondere Geschichte schrieb an diesem Wochenende auch die Stadtwette – und die hatte es für Bürgermeister Danny Rodewald durchaus in sich.
Die Herausforderung für die Pasewalkerinnen und Pasewalker war schnell erklärt: 775 Fotos für die Videowand zum Stadtjubiläum sollten eingesendet werden. Und was soll man sagen? Die Pasewalkerinnen und Pasewalker ließen sich nicht lange bitten und erfüllten die Aufgabe mit Bravour.
Damit war klar: Der Bürgermeister muss ran!
Seinen Wetteinsatz löste Danny Rodewald am Freitag gleich mehrfach ein. Zunächst stellte er sich auf der Bühne der Herausforderung beim Tischtennisspielen, bevor er anschließend auf dem Bierwagen die Gäste mit kühlen Getränken versorgen musste.
Doch der wohl ungewöhnlichste Teil des Wetteinsatzes wartete noch: Gemeinsam mit der Schalmeienkapelle Rossow griff der Bürgermeister zur „Martinstrompete“ und versuchte sich musikalisch an der Schalmei.
Ob Tischtennisschläger, Bierhahn oder Martinstrompete – Bürgermeister Rodewald bewies jedenfalls, dass er sich für seine Stadtwette nicht zu schade ist. Der musikalische Auftritt mit der Schalmeienkapelle sorgte für viel gute Laune und war sicherlich einer der besonderen Momente des Festwochenendes.

Besuch aus den Partnerstädten
Ein Jubiläum ist auch eine gute Gelegenheit, Freundschaften zu pflegen und Gäste willkommen zu heißen.
Besonders die Delegationen und Gruppen aus den Partnerstädten bereicherten das Festwochenende. So sorgte unter anderem die „Nörder Danzkoppel“ aus Norden mit ihrem Auftritt für Begeisterung. Auch hier blieb es nicht beim Zuschauen: Bürgermeister Danny Rodewald ließ es sich nicht nehmen, kurzerhand selbst das Tanzbein zu schwingen und gemeinsam mit den Gästen aus Norden mitzutanzen.
Die Gäste aus Police hatten die „Compania Baletowa“ im Gepäck, mit einer beeindruckenden Aufführung.

Gemeinsam feiern auf dem Marktplatz
Der Marktplatz wurde am Samstag zum Mittelpunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 775. Stadtjubiläums. Den ganzen Tag über erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Unterhaltung und besonderen Begegnungen.
Bürgermeister Danny Rodewald gratulierte den Gästen und Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Pasewalk herzlich zum besonderen Jubiläum. Zahlreiche Ehrengäste schlossen sich den Glückwünschen an: der Schirmherr des Festwochenendes, Oberst Krämer, Kommandeur der Panzerbrigade 41 aus Neubrandenburg, der Bürgermeister der Partnerstadt Norden, Florian Eiben, der Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Police, Krystian Kowalewski, sowie Julien Stroobants als Vertreter der belgischen Partnerstadt Stadt Halen.
Für beste Unterhaltung sorgten zahlreiche musikalische Darbietungen, Walk-Acts und weitere Programmpunkte. Ein besonderer Blickfang waren die „Barockdamen“ auf ihren Stelzen, die mit einer beeindruckenden Höhe von vier Metern über den Köpfen der Besucherinnen und Besucher schwebten und für viele staunende Blicke sorgten.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Ross Antony. Mit seiner mitreißenden Art, seiner Energie und seiner guten Laune begeisterte er das Publikum und brachte den Marktplatz zum Feiern.
Auch am Abend war an ein Ende der Feierlichkeiten noch lange nicht zu denken. Bei der Ostseewelle-Party wurde mit der Partyband Lacy Talk’s ausgelassen weitergefeiert.
Den krönenden Abschluss des großen Festtages bildete das Jubiläumsfeuerwerk. Als der Himmel über dem Marktplatz in eindrucksvollem Licht erstrahlte, versammelten sich zahlreiche Menschen, um gemeinsam diesen besonderen Moment zu genießen. Anschließend ging die Feier bei der After-Show-Party im Historischen U weiter und ließ den ereignisreichen Jubiläumstag stimmungsvoll ausklingen.

Geschichte erleben
Doch das Jubiläum spielte sich nicht nur auf der großen Bühne ab.
An vielen Orten der Stadt wurde Geschichte erlebbar. Das historische Schaulager auf dem Gelände der Marienkirche, der Regionalmarkt, Angebote im Museumsgarten und zahlreiche geöffnete Einrichtungen luden dazu ein, Pasewalk aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Im Schaulager konnten die Besucherinnen und Besucher traditionelles Handwerk erleben und bei verschiedenen Mitmachangeboten selbst aktiv werden. Zwei Schaukämpfe am Samstag sorgten zudem um 15:00 und 18:00 Uhr für spannende Einblicke in vergangene Zeiten.
Auch der Museumsgarten wurde am Festwochenende zu einem lebendigen Treffpunkt. Beim Regionalmarkt präsentierten zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller regionale Produkte, Handwerk und kulinarische Angebote und luden zum Entdecken, Probieren und Verweilen ein. Für Familien sorgten Mitmachzirkus, Rollenrutsche und Kinderschminken für Unterhaltung. Ein besonderer Höhepunkt war am Sonntagnachmittag die Zaubershow mit Clown Marco, bei der kleine und große Gäste begeistert mitmachten, lachten und staunten.
So wurde der Museumsgarten zu einem Ort der Begegnung, an dem Menschen ins Gespräch kamen und gemeinsam eine entspannte, familiäre Atmosphäre genießen konnten. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Ausstellenden, Helfenden und natürlich den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die den Regionalmarkt zu einem besonderen Teil des Jubiläumswochenendes gemacht haben.
Auch das Museum der Stadt Pasewalk öffnete seine Türen und gab Einblicke in die lange und wechselvolle Geschichte der Stadt. Ca. 300 Gäste besuchten an diesem Wochenende das Museum.
So wurde das Jubiläum zu einer Reise durch 775 Jahre Pasewalk – von den historischen Anfängen bis in die Gegenwart.

Ein festlicher Abschluss
Der Sonntag gab dem Jubiläumswochenende noch einmal eine besondere Atmosphäre.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst begann der letzte Festtag. Anschließend sorgten die Big Band des Heeresmusikkorps Neubrandenburg und der Shantychor Seegrund Ahlbeck für musikalische Unterhaltung auf dem Marktplatz.
Das Highlight des Nachmittags war der Auftritt von Wolfgang Lippert, der direkt von den Störtebeker-Festspielen nach Pasewalk zur 775-Jahrfeier angereist ist.
Den feierlichen Schlusspunkt setzte das Festkonzert zum 775. Stadtjubiläum in der Marienkirche mit Georg Friedrich Händels „MESSIAS“. Rund 180 Sängerinnen und Sänger, Solisten und ein Orchester gestalteten einen eindrucksvollen musikalischen Abschluss des Jubiläumswochenendes.

Ein großes Dankeschön
Ein Festwochenende dieser Größenordnung ist nur möglich, wenn viele Menschen zusammenarbeiten.
Deshalb gilt ein besonderer Dank allen Vereinen, Unternehmen, Institutionen, Einrichtungen und Ehrenamtlichen, die sich mit Ideen, Zeit und Engagement eingebracht haben.
Danke an die Künstlerinnen und Künstler, die Partnerstädte und alle Mitwirkenden.
Danke an den Technischen Dienst, die Feuerwehr, die Rettungsdienste, die Sicherheitskräfte und an alle Helferinnen und Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gesorgt haben.
Und vor allem gilt der Dank den vielen Menschen in Pasewalk, die dieses Jubiläum mit ihrer Beteiligung, ihrer guten Laune und ihrem Engagement zu ihrem Fest gemacht haben.
Denn genau das hat dieses Wochenende gezeigt: 775 Jahre Pasewalk sind nicht nur eine beeindruckende Zahl. Sie sind 775 Jahre Geschichte, geprägt von Generationen von Menschen.
Und diese Geschichte geht weiter.
Das Jubiläumswochenende hat gezeigt, dass Pasewalk seine Vergangenheit kennt, seine Gegenwart gemeinsam feiert und mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann.
775 Jahre Pasewalk – ein Jubiläum, das verbindet – ein Fest, das in Erinnerung bleibt.

Fotos: Stadt Pasewalk, IchGefühl, Ostseewelle