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 Sprung zu: 
 • Sprechstunden des Bürgermeisters   • Der Bürgermeister informiert!   • Jahresrückblick 2009   • Jahresrückblick 2009 - Interview mit dem Bürgermeister   • 20 Jahre Städtepartnerschaft Norden – Pasewalk   • Berufsbilder und regionale Möglichkeiten   • Zusätzliche Maßnahmen zur Schneeberäumung   • US-Konsulin besucht KFF   • Aktivitäten mit Polen 2009   • Pasewalk präsentiert sich während der Wirtschaftsmesse in Police   • Mediziner vernetzen sich per Datenautobahn   • 20 Jahre Schuhhaus Makowiak - und alle, alle kamen   • Mit einer kleinen Sauna fing alles an   • Frisches Bier aus dem Zapfhahn der „AIDAblu“   • Häuserzeile in der Großen Kirchenstraße wird saniert   • Trinkender vor Chinaschilf   • Archäologische Sonderschau für drei Monate im Museum   • Weitere Spenden für Aktion Stolpersteine erwünscht   • „Menschlich so ein feiner Kerl“   • All jou need is love - zu 99 Prozent echt 

Sprechstunden des Bürgermeisters
Die nächste Bürgersprechstunde findet am
23. Februar sowie am 30. März 2010, 16 - 17.30 Uhr
im Zimmer 1/09 (1. OG) des Rathauses statt..

Der nächste Termin "Rathaus auf dem Markt" ist der
12. März 2010,  9.30 - 11.30 Uhr.



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Der Bürgermeister informiert!

Keine Erhöhung des Wasserpreises in Pasewalk

Die aktuelle öffentliche Diskussion zur Abführung von Gewinnen der Stadtwerke Pasewalk GmbH aus dem Jahre 2008 an die Stadt Pasewalk hat bei vielen Bürgern zu Verwirrungen geführt.
Ich versichere allen Pasewalker Bürgern, dass es keinerlei Anlass für eine Entgelterhöhung für Trinkwasser im Jahr 2010 gibt, die aus einer möglichen Gewinnabfuhr von 2008 resultieren. Die Zahlen, die hierzu in die Öffentlichkeit gebracht wurden, sind absurd und ohne sachliche Grundlage.

Rainer Dambach

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Jahresrückblick 2009

Januar
7. Neujahrskonzert
Das Preußische Kammerorchester, der Tanzclub Pasewalk-Strasburg und Preisträger „Jugend musiziert“ erfreuten über 500 Besucher im Kulturforum Historisches U.

Februar
Landesjugendorchester MV
Anspruchsvolle klassische Musik erlebte das Publikum mit der jungen musikalischen Elite des Landes MV.

März
Akt#Akt
Überwältigende Resonanz erfuhr das grenzübergreifende Ausstellungsprojekt Stettin – Pasewalk, des New Yorker Aktfotografen Günter Knop mit über 600 Besuchern.

Frühlingsgala
Namhafte Stars und Sternchen begeisterten die Freunde der Schlagerszene.

ÖKUTZ
Jugendliche, die in einer Projektgruppe durch die Caritas angeleitet werden, bauten einen 15 m langen Sichtschutzzaun.

April
Der Pasewalker Dr. Egon Krüger veröffentlichte sein Buch “Jüdisches Leben in Pasewalk“.

Ausbau der Bahnhofstraße einschließlich Radweganbindung nach Papendorf
Übergabe des Zuwendungsbescheides für den Ausbau der Bahnhofstraße durch den Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Herrn Volker Schlotmann in Höhe von 251.400 Euro.

Rückbaumaßnahmen in der Innenstadt
Am 14.04.2009 beginnt der Rückbau des Wohnblocks Marktstraße.

Mai
Seifenkistenrennen
Tausende Besucher säumten die Marktstraße beim Seifenkistenrennen, organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr Pasewalk.

Museum „Tag des Bieres“
Viele Besucher zog es anlässlich des Internationalen Museumstages zum Museumsfest mit Ausstellung zur Pasewalker Brauereigeschichte im Prenzlauer Tor.

Kunst:Offen
Georg Hundt stellte seine kunstfotografischen Werke „Milchgesichter“ aus. Die Jugendkunstschule Wallmow präsentierte Fotografien unter dem Motto „Wenn einer eine Reise tut“.

Rückbaumaßnahmen in der Oststadt
Abschluss der Rückbaumaßnahmen der Wohnungsbaugesellschaft Pasewalk mbH in der Torgelower Straße und im Paul-Holz-Ring.

Pestalozzistraße
Am 20.05.2009 wurde der erste Bauabschnitt der Pestalozzistraße von der Torgelower Straße bis zur 1. Einfahrt Feuerwehr übergeben. Das Vorhaben wurde im Rahmen der Wohnumfeldgestaltung des Städtebauförderprogramms Stadtumbau Ost gefördert. Die Maßnahmen umfassten Leistungen in Höhe von ca. 327.000 Euro.

Juni
Pasewalker Radtage
Wie schön unser Landstrich ist, erlebten Radler aus nah und fern auf dem Drahtesel.

Sommernachtsgala
Leichte Muse, Kürassierquadrille und Tanz bescherten den Gästen die längste Party zur kürzesten Nacht des Jahres.

Feierliche Inbesitznahme des Schulvorplatzes an der Pestalozzistraße.

Juli
Tag auf dem Markt
Zum Entenrennen der Freiwilligen Feuerwehr drängten sich tausende Schaulustige von der Prenzlauer Straße bis hin zum Markt.

Bauantrag für die Modernisierung und energetische Sanierung der ehemaligen Grundschule Mitte
Ein Bauantrag zur Wiederaufnahme des Schulbetriebes als Außenstelle der Grundschule Ueckertal wurde gestellt. Hierfür wurden mit der Beschlussfassung der Stadtvertretung am 14.05.2009 zum Einsatz der Konjunkturmittel II die Weichen gestellt.

August
Benefizkonzert
Die Pommersche Landsmannschaft stiftete den Erlös zugunsten der Stolperstein-Initiative zum Gedenken an jüdische Mitbürger.

„365 Orte – Deutschland – Land der Ideen“
Das Projekt KunstgARTen mit der ArtRoute wurde aus über 2000 Bewerbungen zum Ort der Ideen ausgewählt. Die Prämierung fand anlässlich OPUS 3 im KunstgARTen statt.

September
Leistungsschau
Zehntausende besuchten die 18. Leistungsschau Uecker-Randow, das Pasewalker Stadtfest und die NDR-Sommertour-Show.

Stadtrundfahrten
Über 300 Senioren überzeugten sich von der Stadtentwicklung bei Rundfahrten auf Einladung des Bürgermeisters Rainer Dambach.

Landeschortreffen
Chöre aus verschiedenen Teilen des Landes trafen sich im Kulturforum Historisches U.

Radweg Berlin- Usedom
Anfang September begannen die Arbeiten zum 1. Radwegabschnitt Berlin-Usedom in der Stadt Pasewalk.

Oktober
Tag der Deutschen Einheit
Der Nationalfeiertag wurde mit einem Festkonzert in St. Marien begangen. Zu Gast waren Freunde der Partnerstädte Police (Polen) und Halen (Belgien).

X. Kürassierjagd

Annäherungen VI
Das Kunst verbindet, zeigten Künstler aus Israel und Deutschland.

Pestalozzistraße 2. BA
Mit der Weiterführung des Straßenausbaus zur Schulwegsicherung im Abschnitt von der Feuerwehr bis Fröbelstraße wurde am 21.10.2009 begonnen.

Doppelknoten Stettiner Straße/OD B104, 1.BA
Beginn der Gemeinschaftsmaßnahme des Straßenbauamtes Neustrelitz und der Stadt Pasewalk zum Ausbau der Ortsdurchfahrt der B 104 im Abschnitt zwischen Tankstelle (Gasoline) und Knoten Stettiner Straße/Schützenstraße.

November
130 Jahre Freiwillige Feuerwehr Pasewalk

Kunstmarkt
Kunsthandwerker und Künstler boten ihre Arbeiten an.

Baubeginn Grundschule Mitte
Start des Bauvorhabens an der Grundschule Mitte.

Baumpflanzungen
Im Stadtgebiet wurden 189 Bäume gepflanzt. Davon 117 in der Ueckerniederung als Ausgleichsmaßnahmen für die Versiegelung im Rahmen des Radwegebaus und anderer Baumaßnahmen. Weitere 45 Bäume entlang der neu gestalteten Bahnhofstraße und 27 Bäume im Stadtgebiet.

Dezember
Pasewalk-Police-Phoenix
30 Tonnen Trümmer des II. Weltkrieges verwandelte der schweizerisch-kanadische Installationskünstler Ernest Daetwyler zu einer zeitgenössischen Kugel-Skulptur, die ein Symbol der Erneuerung darstellt.

Pasewalker Weihnachtsmarkt
Die OAS Pasewalk GmbH überraschte den Weihnachtsmann und die Kinder mit einer selbst gefertigten Weihnachtspyramide.

Bahnhofstraße (Orts- und verkehrsgerechter Ausbau)
Die Baumaßnahmen vom Kuhgraben bis zum Knoten B104/109 einschl. Anbindung Steinbrinker Weg und Anbindung des künftigen Radweges an der B 104 Papendorf-Pasewalk konnten rechtzeitig vor dem Wintereinbruch fertig gestellt werden.

Schaffung von Baurecht
Mit Veröffentlichung der Satzung zum B-Plan Nr. 19/05 B „Gewerbegebiet Torgelower Straße Ost“ wurde Baurecht für die unbebauten Flächen geschaffen. Investoren können jetzt unkomplizierter ihre Vorhaben umsetzen.

Neugestaltung Neuer Markt
Die Landschaftsarchitektin Frau Kahlert bekommt den Zuschlag zur Gestaltung des Neuen Marktes. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro D. Neuhaus & Partner GmbH wird die frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt zur Vorstellung der Planungsideen vor dem Jahreswechsel besprochen.

Ganzjährig
Begrüßung Neugeborener
Bürgermeister Rainer Dambach und die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Baganz hießen die neuen Pasewalker Erdenbürger willkommen.

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„365 Orte – Deutschland – Land der Ideen“

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Jahresrückblick 2009 - Interview mit dem Bürgermeister

PN/ Was hat Ihnen 2009 am meisten Freude gemacht? Welche Ereignisse sind Ihnen positiv in Erinnerung geblieben?

Das sind spannende, aber schwer zu beantwortende Fragen. Vieles machte Spass. Vieles blieb in Erinnerung. Schön waren die Seniorenstadtrundfahrten. Es ist toll, mit welchem Interesse die alten Leute ihre Stadt betrachten. Schön war der Abend im KunstgARTen mit den Feuerschluckern. Toll war wiederum die Leistungsschau mit Stadtfest. Die Feierlichkeiten zum 130. Jahr der Freiwilligen Feuerwehr waren auch sehr beeindruckend. Die Performance zum „Pasewalk-Police-Phoenix“ hat mich ebenso berührt wie die Verlegung neuer Stolpersteine.
Und besonders gefreut habe ich mich über das Bundesverdienstkreuz für Wladislaw Diakun.

PN/ Das Jahr 2009 wird häufig mit „Krise“ gleichgesetzt. Was meinen Sie, trifft das auch auf die Stadt Pasewalk zu?

Nein, zum Glück nicht so stark wie anderswo. Bei uns war insgesamt kein wirtschaftlicher Rückgang zu verzeichnen, auch wenn einige Firmen heftig zu kämpfen hatten.
Die Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens zeigt nicht nur eine Stabilisierung, sondern auch Wachstum in einigen Branchen.
Allerdings wird die bundesdeutsche negative Einnahmeentwicklung erst im Jahr 2010 bei uns spürbar werden.

PN/ Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Themen, die in der Stadt diskutiert wurden? Was beschäftigte die Einwohner der Stadt?

Neben den überregionalen Schlagzeilen, war dies zum einen die Stadtentwicklung, da besonders unsere Innenstadt mit Markt und Neuem Markt.
Es war klar, dass nach der erfolgreichen Ansiedlung von Kaufland hier eine Herausforderung für die Gewerbetreibenden entstehen wird.
Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, mit weiteren Aufwertungsmaßnahmen die Entwicklung der Innenstadt zu befördern.
Außerdem bewegte die Diskussion zur Zukunft des Eisenbahnerlebniszentrums „Lokschuppen“ die Gemüter. Es ist mit vereinten Kräften gelungen, den Erhalt zunächst für das Jahr 2010 zu sichern.

PN/ Sie nannten die Begriffe „Stadtentwicklung“ und „Stadtbild“. Was entwickelte sich?
Was veränderte sich 2009?


Mehrere „Schandflecke“ (Alter Speicher, alte Versicherung, etc) konnten abgerissen werden, ebenso wurden nicht mehr benötigte Wohnblöcke an der Marktstraße und in der Oststadt zurückgebaut.
Die Aufwertungsmaßnahmen in der Oststadt gingen weiter. Die Pestalozzistraße wurde umgestaltet. Der Schulvorplatz ist neugebaut und schaut richtig schick aus. Die Oststadt ist ja bekanntlich erst im Jahr 2004 in das Programm Städtebauförderung gelangt.
Mit dem Neubau der Bahnhofstraße wurde der westliche Ortseingang deutlich aufgewertet und auch der touristisch wichtige Radwegebau geht weiter voran.

PN/ Welche Projekte oder Ereignisse bewegten Sie 2009 am meisten?

Zum einen die Kommunalwahl, die einer lange dominierenden Mehrheit ein herben Schlag versetzte. In der neu zusammengesetzten Stadtvertreterversammlung wird endlich diskutiert. Die Versammlungen sind spannender geworden. Ich hoffe, die Reihen der Zuschauer füllen sich wieder.

Zum zweiten die nun mögliche Sanierung der alten Grundschule in der Baustraße.
Dort wird zum nächsten Schuljahr wieder zweigleisiger Schulbetrieb stattfinden. Es gibt jetzt wieder eine richtige städtische Schule in der Innenstadt, es gibt wieder mehr Kinder in der Innenstadt. Das ist gut!
Da hatten wir einfach Glück mit dem Konjunkturpaket der alten Bundesregierung. Aber die Bemühungen um die Reaktivierung des Gebäudes gab es schon lange. Es war auch mal als Standort für die Arge bzw. für die evangelische Grundschule angedacht.
So konnten wir auf die bereits vorhandenen Planungen zurückgreifen. Tja, ganz ohne Vorbereitung greift selbst „Glück“ nicht.

PN/ Haben Sie einen speziellen  „Bürgermeister-Wunsch“ für 2010?

Mit einem Wunsch komme ich leider nicht aus.
Ich hoffe, dass es in diesem Jahr nicht nur gelingt mit der Sanierung von alter Bausubstanz in der Kalandstraße bzw in der Stettiner Straße, positive Effekte für das Stadtbild zu erzielen, auch der Ausbau der Marktstraße wird ein wichtiger Schritt sein.
Ich wünsche mir besonders, dass zwei wichtige Anliegen vorankommen.
Die Sanierung des alten „Treppenkonsums“ am Markt und der dort geplante Einzug unseres Standesamtes, sowie die Neugestaltung eines grünen Stadtplatzes im Bereich Neuer Markt.
Alle Maßnahmen, Schule, Standesamt, Neuer Markt, Marktstraße haben das Ziel, das Zentrum der Stadt attraktiv und interessant zu gestalten.

PN/ Ihr Resümee in zwei Sätzen

Pasewalk ist auf einem guten, auf einem dynamischen Weg. Pasewalk hat sich als Zentrum der Region etabliert.


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20 Jahre Städtepartnerschaft Norden – Pasewalk

(PN/FL). Noch bevor mit dem Einigungsvertrag die Wiedervereinigung Deutschlands besiegelt wurde, kam auf Initiative der Stadt Norden die Partnerschaft mit der Stadt Pasewalk zustande. Im Pasewalker Rathaus erinnert eine Urkunde an den 28. Februar 1990 - den Tag, als der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde. Der Pioniergeist von damals trägt bis heute Früchte und spiegelt sich im Leben der Stadt Pasewalk nachhaltig wider.

Aus diesem Anlass empfangen Bürgermeister Rainer Dambach und Stadtpräsident Norbert Haack die Bürgermeisterin der Stadt Norden, Barbara Schlag, die Zweite Stellvertretende Bürgermeisterin Johanne Carow, der Erste Stadtrat Hans-Bernd Eilers, Stadtamtsrat Raimond Groeneweg (Mister Pasewalk), Stadtbrandmeister Karl Kettler, Redakteurin Magret Martens (Ostfriesischer Kurier) und weitere Gäste. Die Delegation aus der Partnerstadt Norden trifft sich mit Förderern der Städtepartnerschaft von damals und heute und nimmt am 27.02.2010 am 14. Bürgermeister-Boßeln teil.

Das 20jährige Jubiläum, seit Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages, wird gemeinsam mit den Stadtvertretern und geladenen Gästen am 28.02.2010, um 11:00 Uhr im Rathaus offiziell gewürdigt.

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Berufsbilder und regionale Möglichkeiten

(PN/Nau). Die diesjährige Berufs-Ausbildungs-Messe des Landkreises Uecker-Randow und der Stadt Pasewalk fiel Ende Januar auf einen der stürmischsten und unangenehmsten Wintertage. Trotzdem beteiligten sich 35 Firmen und rund 400 Besucher an der informativen Veranstaltung.

Dörte Wolff, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, und ihre Amtskollegin beim Landkreis, Rita Dornbrack, waren auch mit der winterlichen Einschränkung sehr zufrieden mit dem Verlauf der  BAM, so das Kürzel des jetzt zum 4. Mal durchgeführten Aktionstages, bei dem auf der einen Seite Schulabgänger, deren Eltern und Lehrer,  und auf der anderen die ausbildenden Firmen und Institutionen zusammengebracht werden. Zwar machten sich die sinkenden Schülerzahlen auch in der Statistik bemerkbar, aber die BAM ist ohnehin keine Veranstaltung, die allein quantitativ zu messen wäre, sieht das Rita Dornbrack. Anfangs noch als schnelle und unaufwändige Form der Lehrstellenvermittlung willkommen geheißen, hat sich das Profil der BAM hin zur Vermittlung von Berufsbildern und den regionalen Möglichkeiten dabei gewandelt. Nebenher trägt sie zum Abbau von Informationsdefiziten bei den Berufsinteressenten bei. In manchen Dingen geht es auch ganz praktisch zu, so auch dieses Mal wieder beim Bewerbungstraining mit einem Coach in einem Extra-Raum des Kulturforums.

Während der BAM und in deren Vorfeld entstand die Frage, ob die Messe nicht zu spät komme. Zwischen Ende Januar als einem Tag der Berufs-Orientierung und dem bald folgenden Halbjahreszeugnis, mit dem sich Schulabgänger bewerben müssen, liegt eine knappe Zeitspanne. Der Zeitpunkt war zu Beginn von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe eigentlich so entschieden worden, meint Frau Dornbrack. Sie lässt es offen, wann die nächste BAM stattfindet, will aber die Schulen noch einmal um ihre Meinung  fragen.
Die BAM ist eine Aktion gemeinnützigen Charakters. Deshalb wird von niemand Standgebühr oder Eintrittsgeld verlangt. Die betrieblichen Ausgaben trägt die Stadtverwaltung, die auch die Aufbauhelfer stellt. Deren Tatkraft und Know-how lobt Rita Dornbrack außerordentlich. Beide Frauen danken an dieser Stelle allen Firmen und Besuchern, die trotz der extremen Witterungsbedingungen den Weg zur diesjährigen Berufsausbildungsmesse ins Historische U gefunden und zu deren guten Gelingen beigetragen haben.

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Fachkundige Beratung, hier am Stand des Kreisbauernverbandes durch Fachschulausbilder Klaus Donner (rechts). Foto: Nau

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Fachkundige Beratung, hier am Stand des Kreisbauernverbandes durch Fachschulausbilder Klaus Donner (rechts). Foto: Nau zum Vergrößern bitte hier klicken
Zusätzliche Maßnahmen zur Schneeberäumung

(PN/STPW). Der Winter 2009/2010 wird als außergewöhnlich in die Statistik eingehen. So viel Schnee und Kältetage gab es schon lange nicht mehr. Der Winterdienst sah sich vor schwierige Aufgaben gestellt. Die Stadt musste zusätzliche Kräfte einbeziehen.

Ordnungs- und Kulturamtsleiter Fred Lüpcke bedankt sich an dieser Stelle für die bisherige Einsatzbereitschaft des Winterdienstes. „Im Wissen, dass die beauftragten Dienstleistungsunternehmen sich beste Mühe geben und hart am Limit ihrer Kapazitäten tätig sind, um die Schneeberäumung ordnungsgemäß durchzuführen, gilt Ihnen zunächst mein Dank für Ihren unermüdlichen, umsichtigen und unumschränkten Einsatz“, stellt der Amtsleiter in einer Pressemitteilung fest.
Aufgrund der Schneemassen im Stadtgebiet hatten sich Gefahrenbereiche ergeben, die unverzügliche Maßnahmen erforderten. Auch die zahlreich eingegangenen Signale aus der Bevölkerung nahm die Stadt ernst und leitete daraus in begründeten Fällen dringenden Handlungsbedarf ab.

Das Ordnungsamt hatte für öffentliche Bereiche zusätzliche Maßnahmen zur Schneeberäumung veranlasst. Dazu gehörten Bereiche wie Bordsteinabsenkungen für Menschen mit Behinderung, öffentliche Parkplätze, teilweise Mischverkehrsflächen mit unmittelbar angrenzender Bebauung, Zufahrten für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge, aber auch Stellen, wo wegen zu geringer Straßenbreite keine Möglichkeit der Schneeberäumung auf eigene Grundstücke bzw. keine Anhäufung möglich war.

An die Bürgerpflichten war bereits öffentlich appelliert worden. Hier wird die Bitte erneuert, seitens der Bürger  ebenfalls bzw. weiterhin auf eine gewissenhafte, gründliche Ausführung, insbesondere in zentralen und frequentierten begeh- und befahrbaren Bereichen, auf Flächen im Umfeld öffentlicher oder privater Gebäude mit höherem Publikumsverkehr, wie z. B. Geschäftsstraßen, Einkaufszentren, Haltestellen, Schulen, Ärzte- und Krankenhäuser, größere Plätze, Parkplätze, Parktaschen etc. zu achten.

Ältere und Menschen mit Behinderung bitten vor allem darum, die Bordsteinabsenkungen freizuhalten, auf Gehwegen mehr zu streuen und den Schnee gründlicher zu schieben. Gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme sind zur pflichtbewussten Durchsetzung von Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet unerlässlich. Die Einwohner und Besucher unserer Stadt wissen den Einsatz des Einzelnen zu schätzen und werden es ihren Mitmenschen danken.

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Um der Schneemassen Herr zu werden, hier in der Lindenstraße, war die Fa. MVB Fahrenwalde zusätzlich in den Winterdienst eingebunden worden. Foto: Nau

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Um der Schneemassen Herr zu werden, hier in der Lindenstraße, war die Fa. MVB Fahrenwalde zusätzlich in den Winterdienst eingebunden worden. Foto: Nau zum Vergrößern bitte hier klicken
US-Konsulin besucht KFF

(PN/KB). Am 14. Januar 2010 folgte die neue Konsulin für Wirtschaft und Politik im für M-V zuständigen US-Generalkonsulat in Hamburg, Karen R. Bell der Einladung der CDU-Landtagfraktion, die Region Uecker-Randow zu bereisen.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Budnig, den CDU-Landtagsabgeordneten Beate Schlupp und Wolf-Dieter Ringguth besuchte die Konsulin die Gymnasien in Ueckermünde und Pasewalk. Im Anschluss sollte auch die Wirtschaft Beachtung finden, und so hatte sich die Delegation im Kompetenzzentrum für Flugzeugbau und Flugzeugentwicklung (KFF) angemeldet.

Zunächst informierte Bürgermeister Rainer Dambach über die Entstehung des KFF, von der ersten Idee und der Gründung des Zweckverbandes mit den Städten Torgelow, Straßburg und Pasewalk bis zur heutigen Situation und der Übernahme der Immobilie durch die Stadt Pasewalk. Im Anschluss stellte Geschäftsführer Corvin Huber das Unternehmen REMOS Aircraft GmbH vor.

Mit derzeit 115 Mitarbeitern ist REMOS einer der größten Arbeitgeber in Pasewalk. Das Unternehmen produziert so genannte leichte Sportflugzeuge (LSA - Light Sport Aircraft), die auf Kohlefaserstoff-Basis hergestellt werden.
Die Situation für Sportflugzeughersteller gestaltet sich derzeit schwierig. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation hat besonders die Nachfrage in den USA, dem Kernmarkt von REMOS, einen starken Rückgang zu verzeichnen. Huber zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Nachfrage Mitte dieses Jahres wieder anziehe. Weiterhin solle der Markt in Europa und Lateinamerika weiter ausgebaut werden.
Bei der anschließenden Unternehmensbesichtigung zeigte sich Konsulin Karen Bell sehr beeindruckt und nutze die Gelegenheit in einem der Sportflugzeuge Platz zu nehmen. Sie war begeistert, dass sich ein so spezialisiertes Unternehmen in Pasewalk angesiedelt hat.

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US-Konsulin Karen R. Bell lässt sich von REMOS-Geschäftsführer Corvin Huber einen Überblick über die Instrumente in Cockpit vermitteln. 

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US-Konsulin Karen R. Bell lässt sich von REMOS-Geschäftsführer Corvin Huber einen Überblick über die Instrumente in Cockpit vermitteln. zum Vergrößern bitte hier klicken
Aktivitäten mit Polen 2009

(PN/MU). Das Jahr 2009 stand vor allem unter dem Zeichen zahlreicher Präsentationen der Stadt Pasewalk. Durch die Präsentationen warb die Stadt für mehr Besucher, Kunden und Investoren auf der polnischen Seite. Dank den zusätzlichen Projektmitteln aus „Modelvorhaben – Demografischer Wandel“ konnten die Aktivitäten mit Polen intensiviert werden.

Im März 2009 gab die Stadt Pasewalk ihre umfangreiche Befürwortung zum Verleihen des Verdienstkreuzes an Herrn Diakun, den Bürgermeister von Police, ab.

Am 11. Mai 2009 nahm der Oberbürgermeister der Stadt Stettin, Herr Piotr Krzystek, am Treffen von Wirtschaftsbund PAPS (Pasewalk-Anklam-Prenzlau-Stettin) teil. Die Aufgaben der Partner für den kommenden Projektablauf wurden abgesprochen, wie Erfahrungsaustausch mit Kommunen in einer vergleichbaren Grenzsituation, die Erstellung der gemeinsamen Banner und des Flyers für die PAPS-Region und gemeinschaftliche Messenpräsenz. Die Stadt Police als langjährige Partnerstadt von Pasewalk wurde in die PAPS-Aktivitäten einbezogen.

26. Mai 2009 Treffen der Verwaltungsmitarbeiter von Pasewalk und Police. Thema sind die Freizeiteinrichtungen. Über 50 Besucher aus der Partnerstadt mit dem Bürgermeister Wladyslaw Diakun suchten Museum, Kunstgarten, Ökutz und Lindenbad auf.

Pasewalk präsentierte sich auf diversen Messen und Konferenzen, wie der TDI in Stettin im März 2009, Inkontakt Messe Schwedt im Juni 2009, Leistungsschau in Pasewalk im September 2009, Expo-Real in München im Oktober 2009, POLEKO in Poznan in November 2009, Wirtschaftmesse in Police Dezember 2009. Bei diesen Messen fanden die speziell zu diesem Zweck erstellten Banner sowie Broschüren Anwendung.

Auf dem Wirtschaftssymposium in Torgelow am 19. Juni 2009 stellte Herr Banach, Leiter der Abteilung für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Stettin in seinem Vortrag die Rolle Stettins als Metropole und das Zusammenwirken mit dem Wirtschaftsbund PAPS vor.

Am 15. Juli 2009 feierten Stadt Police und Stadt Pasewalk mit einer kleinen Veranstaltung zehn Jahre der Partnerschaft der Städte.

Herr Dr. Jacek Robak und Herr Tomasz Salomon, die Botschaftsräte der Abteilung für Handel und Investitionen der polnischen Botschaft führten am 23. Juli 2009 eine Besichtigung in Pasewalk durch. Grund des Besuchs waren die wirtschaftlichen Aktivitäten und Projekte von Pasewalk mit Polen.

Im August 2009 wurden die Flyer zum Gewerbestandort Pasewalk sowie zum Lindenbad ins Polnische übersetzt, um immer mehr Einrichtungen aus Pasewalk dem polnischen Bürger näher zu bringen.

Am 03. September 2009 fand ein Erfahrungsaustausch zum Projekt „PAPS überschreitet Grenzen“ mit dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V., das ein ähnliches Projekt vorbereitet.

Am 28. September 2009 fand in Stettin die nächste Präsentation von Pasewalk und des PAPS-Projektes statt, diesmal öffentlich vor den Mitgliedern des Rotary Clubs.

Im Oktober 2009 vertrat die Stadt Stettin die PAPS-Region bei der Messe Expo-Real in München.

Die Stadt Pasewalk war der Gastgeber des IV. abschließenden Demografieworkshops im Rahmen des „Modellvorhabens-Demografischer Wandel“ am 22. Oktober 2009.

Am 20. November 2009 fand eine Infoveranstaltung für die Stettiner Unternehmer statt. Über 70 mittlere und größere Stettiner Unternehmen wurden über die Vorteile der deutschen Region informiert. Gespräche mit interessierten polnischen Investoren wurden initiiert. Im zweiten Schritt dieser Aquiseaktion mit Zielgruppe der polnischen Investoren wurden individuelle Konsultationen organisiert, bei denen die Interessierten alle Informationen über Investieren in Pasewalk und Umgebung erhielten. Als Experten standen den polnischen Unternehmern Herr Dambach, Steuerberater Herr Tiepke und Vertreter der FEG zur Verfügung.

Am 21. November 2009 fand ein Kunsthandwerksmarkt statt, zu dem die Stadt Pasewalk auch die polnischen Teilnehmer und Aussteller eingeladen hatte.

Am 2. und 3. Dezember 2009 nahm die Stadt Pasewalk an der zweiten Ausgabe der deutsch-polnischen Konferenz „Unser Grenzgebiet“ in Stettin teil.

Am 12. Dezember 2009 zum Abschluss des Jahres wurde das Denkmal für die Freundschaft und Versöhnung – Pasewalk-Police Phoenix feierlich eingeweiht.

Eine Studie zur Überprüfung der Verfügbarkeit von Arbeitskräften in der deutsch-polnischen Grenzregion, als Instrument und Investitionsanreiz für die Investoren, wurde bei eine Berliner Agentur in Auftrag gegeben. Das ist ein erstmaliges Vorhaben dieser Art, das grenzüberschreitend in dieser Form noch nicht realisiert wurde. Der Abschluss der Studie ist für Januar 2010 geplant und soll öffentlich präsentiert werden.

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Pasewalk präsentiert sich während der Wirtschaftsmesse in Police

(PN/MU). Schon zum dritten Mal fand das Grenzüberschreitende Wirtschaftsforum in Police statt. Vom 5. – 6. Dezember 2009 präsentierten sich 80 Aussteller, darunter viele aus dem Landkreis Uecker-Randow. Die Stadt Pasewalk durfte als Partnerstadt des Gastgebers dabei nicht fehlen. Auf einem gemeinsamen Stand mit der Agentur für Arbeit präsentierte die Stadt Pasewalk ihre Wirtschaft-, aber auch Freizeit- und Tourismusangebote. Den größten Zuspruch unter den Messebesuchern fanden die Möglichkeiten rund um das Rad – Fahrradwege, Radkarten, Stadtfeste.

In Zusammenwirken mit der Stadt Pasewalk nahmen an der Regionalmesse auch andere deutsche Akteure teil, wie die FEG Uecker-Region mbH, der Fremdenverkehrsverein „Stettiner Haff e.V.“, der Tierpark Ueckermünde, die Stadt Torgelow, das Ukranenland Torgelow, Arbeitsagentur und Jobcenter des Landkreises Uecker-Randow und die Pomerania.

Dank der in den letzten Monaten entstandenen Broschüren und Aufsteller, auch in polnischer Sprache, konnte Pasewalk den polnischen Bürgern näher gebracht werden. Durch diese Werbung sollen städtische Freizeiteinrichtungen und die Geschäfte zusätzliche Kunden bekommen. In seiner Eröffnungsrede bedanke sich Bürgermeister Rainer Dambach für die Gastfreundschaft und die guten Beziehungen in den letzten zehn Jahren der Partnerschaft mit der Stadt Police und lud ihre Bürger zu einem Besuch in unserer Stadt ein.

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Foto: Stadt Police

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Mediziner vernetzen sich per Datenautobahn

(PN/Nau). 35 stationäre medizinische Einrichtungen beiderseits der Oder vernetzen sich in den kommenden Jahren weiter und kooperieren unter dem Oberbegriff „Telemedizin“ zielstrebig miteinander. Eingebunden ist darin auch das Pasewalker Asklepios-Krankenhaus. PN ließ sich jetzt von der Krankenhausleitung erklären, was es damit auf sich hat.

Heutige Telemedizin hat nichts mit Dr. Antje Schaeffer-Kühnemann und anderen Fernseh-Doktoren zu tun.  Der Wortstamm ist der gleiche, die Inhalte unterscheiden sich grundlegend. In der modernen Medizin verkörpert „Tele“ die Möglichkeit, über Entfernungen hinweg Befunde mit Fachärzten zu begutachten, die am Ort nicht zur Verfügung stehen oder denen man den Patienten erst vorstellen müsste. Das kostet Zeit für den Transport und Geld. In einem dünn besiedelten ländlich-kleinstädtischen Grenzgebiet mit geringer Spitaldichte macht sich das besonders nachteilig bemerkbar, noch dazu, wenn verschiedene ärztliche Berufsgruppen rar geworden sind, wie z. B. die Pathologen. Am 18. Januar 2010 gab es in Greifswald erneut Fördermittel, dieses Mal 11,4 Millionen Euro für ein grenzüberschreitendes Projekt der Kommunalgemeinschaft POMERANIA.

Hochaufgelöste Bilder
Der Grundstein wurde in Pasewalk schon 2002 gelegt, als von da an alle bildhaften medizinischen Befunde digital erfasst wurden, kommt Geschäftsführer Steffen Vollrath auf die Anfänge zu sprechen. Ein Vorreiter im Kreis der Pasewalker Chefärzte war der inzwischen pensionierte Urologe Dr. Heinz Köhler, ergänzt die Ärztliche Direktorin, Dr. Ruth Radmann. Hochaufgelöste bildhafte Befunde, also Röntgenaufnahmen, CT- und MRT-Dokumentationen oder Scans von Gewebeschnitten, sind der eigentliche Gegenstand telemedizinischer Betrachtung, die auf der Datenautobahn zwischen Fachärzten und Instituten wechseln, ohne dass der Patient lange Wege zurücklegen muss. „Natürlich unter gebührender Beachtung der Patientenrechte und des Datenschutzes“, so Vollrath. 2005 kam ein polnischer Partner in Stettin dazu,  bis 2008 dockten sich nordbrandenburgische Krankenhäuser an das entstehende Netzwerk an. Nunmehr folgt die umfassende Erweiterung auf 35 Häuser und weitere Fachbereiche sowie die Einbeziehung der polnischen Seite in alltäglicher Spitalpraxis. „Schon jetzt wird die Telemedizin-Erweiterung als ein sehr sinnvolles und nachhaltiges EU-Projekt angesehen“, meint der Geschäftsführer. Die Datenleitungen stehen, jetzt kommen HNO, Urologie und das so genannte tele stroke network bei Schlaganfallpatienten hinzu, erweiterbar ist auf Augenheilkunde, Neurochirurgie etc.

Mediziner-Latein genügt hier nicht
Wie kommunizieren Telemediziner beider Staaten über ihre bildhaften Befunde und Entfernungen? In der Praxis ist vor allem die Sprache ein Problem, so Dr. Radmann. Das Latein der Ärzte genügt nicht und bietet nicht ausreichend Differenzierungen. Englisch wäre eine Möglichkeit, wenn dies- und jenseits der Oder hinreichend so gesprochen würde. In der Praxis kommt den vernetzten Häusern oftmals der Umstand zugute, dass polnische Muttersprachler im grenznahen deutschen Raum Arztstellen besetzen und dann in einer Tele-Konferenz moderieren. Nicht zuletzt ist hierzulande auch der Mangel an deutschen Fachärzten ein Umstand mit, Telemedizin so zu forcieren. Übrigens sind alle beteiligten Häuser mit 15 % Eigenmittel am POMERANIA-Projekt beteiligt. Die polnische Seite profitiert besonders, weil da noch die Grundlagen geschaffen werden müssen, also Datenleitungen und digitale Archive resp. Erfassungen, die erforderliche Hardware.

Wiedergewählte Chefärztin
Frau Dr. Radmann erlebt in einer fortgeschrittenen Phase ihrer beruflichen Tätigkeit noch einmal eine spannende Entwicklung. Vor kurzem ist die 60jährige Pädiaterin wiederum zur Ärztlichen Direktorin des Pasewalker Asklepios-Krankenhauses gewählt worden. Eine solche Wahlmöglichkeit, die eher in die Zeiten blühender Basisdemokratie der frühen `90er Jahre in Ostdeutschland passen sollte, ist in der Bundesrepublik durchaus üblich, sagt die Medizinerin. Wahlberechtigt ist der Kreis der Chefärzte. In Pasewalk sind es mit ihr acht an der Zahl. Das Wahlergebnis lautete 6-mal ja bei einer Enthaltung.

Eigentlich wollte die junge Assistenzärztin 1974 höchstens ein Jahr in Pasewalk bleiben. Die Universität Rostock, zuständig für den Ärzte-Nachwuchs an der Ostseeküste, schickte die Absolventin an die Uecker. Das war einem Umstand geschuldet, der heutigen Eleven der Humanmedizin wohl ein müdes Lächeln abverlangt: Absolventenlenkung. In der DDR war es üblich, dass der junge Hochschulkader dahin ging, wo ihn Partei und Staat schickten. Über die Motive derartiger staatlicher Einflussnahme mag man heute streiten, bei der späteren Chefärztin führte es dazu, dass sie in Pasewalk Wurzeln zu schlagen begann. Der Mann kam aus Berlin in die Provinz und bald war man eine Familie. Ruth Radmann promovierte zur Kinderärztin, 1994 wurde sie Leiterin der Kinderklinik. „Ihre Silberhochzeit mit der Region hat sie nun schon eine ganze Weile hinter sich“, sagt sie schmunzelnd.


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Frau Dr. Ruth Radmann. Foto: Nau

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20 Jahre Schuhhaus Makowiak - und alle, alle kamen

Mit neuen Schuhen ins Kinderferienlager des ALV
(PN/Nau).
Gut 200 Gratulanten suchten am Jubiläumstag das Schuhhaus Makowiak auf, dessen Inhaber vor kurzem auf das 20jährige Bestehen zurückblicken konnte. Norbert Makowiak war nach dem politischen Aufbruch im Herbst 1989 einer der ersten, der die Chance zur Selbständigkeit genutzt hatte.

„Mit so viel haben wir nicht gerechnet, das ging den ganzen Tag“, sagte der gelernte Schuhmacher nach dem aufregenden Geschäftsjubiläum gegenüber PN. „Da hat man ja vielleicht doch einiges richtig gemacht, für so ein kleines Schuhgeschäft, wenn so viele kamen“, kommentiert er bescheiden den Andrang seiner Gratulanten. In der Tat gab sich an dem Tag alles was Rang und Namen hat in der Stadt bei Makowiak die Klinke in der Hand, vom Banker zum Bürgermeister, vom Stammkunden zum Stadtvertreter, vom Passanten bis zum befreundeten Privatmann.

Eine besondere Geburtstagsüberraschung hatte sich der Arbeitslosenverband ausgedacht. Der hatte nicht nur das Bufett  liebevoll vorbereitet, sondern brachte den seit 1978 in Pasewalk ansässigen Makowiaks ein Ständchen der besonderen Art.  Als Schornsteinfegerin, Köchin, Serviererin und Pommernmaiden kostümierte Damen des ALV führten einen Sketch auf mit Playback-Einlage und handgemachten Reimen. Die Einstudierung sei eigens für das Jubiläum des Geschäftsinhabers entstanden, sagte Gerda Striecker,  die in Köchinnen-Kluft selbst am Auftritt beteiligt war. Die Mühewaltung sollte Makowiaks ein kleines bisschen entschädigen für ein Sponsoring sowohl der ungewöhnlichen wie der noblen Art. Seit acht Jahren rüstet das Schuhgeschäft jedes an den Ferienlagern des Arbeitslosenverbandes teilnehmende Kind mit einem neuen Paar Schuhe aus. Nach eigener Wahl und kostenlos. In den Sommerlagern sind es rund 30 Teilnehmer, winters etwa 15. „Es gibt nicht viele, die so etwas machen, und dafür wollten wir mal so richtig Dankeschön sagen“, so die ALV-Chefin. Nebenbei meinte sie, dass die kleine Inszenierung ihrer Truppe auch auf andere Firmen- oder Geschäftsjubiläen zugeschnitten werden könnte, wenn es gewünscht werde.

Makowiaks bewältigen den kompletten Geschäftsbetrieb ihres Schuhhauses nach wie vor ohne Computer. „Das geht“, sagt Ehefrau Doris selbstsicher, um im gleichen Atemzug anzudeuten, dass der Einzug des Computers womöglich der Tochter überlassen bleibe. Wie viele andere Pasewalker gleichen Alters, die jetzt Verantwortung tragen, muss der Inhaber an die Nachfolge denken. „Ob es die Tochter sein wird? - Wir arbeiten darauf hin“, sagt Frau Makowiak.

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Extra-Dankeschön für den Schuh-Spender des ALV, links Gerda Striecker, rechts Geschäftsinhaber Norbert Makowiak. Foto: Nau

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Extra-Dankeschön für den Schuh-Spender des ALV, links Gerda Striecker, rechts Geschäftsinhaber Norbert Makowiak. Foto: Nau zum Vergrößern bitte hier klicken
Mit einer kleinen Sauna fing alles an

(PN/Nau). Mit einer kleinen Sauna fing vor 25 Jahren alles an. Heute ist die physiotherapeutische Praxis von Dagmar Paulicks in der Ahornstraße einer der fachlich hoch anerkannten Gesundheits-Dienstleister in Pasewalk. Zum kürzlichen Jubiläum gratulierte auch Bürgermeister Rainer Dambach.

Die Leute trafen sich in kleinen Gruppen zur Sauna, die bald zu Freundeskreisen oder auch so etwas wie verschworenen Gemeinschaften zusammenwuchsen, erinnern sich Erika und Manfred Wündsch, die ebenfalls zum 25jährigen bei Paulicks vorbeischauten und gratulierten. Wündschs waren von Anfang an dabei. Jeden Freitagabend ging es in die Familiensauna, die Arbeitswoche herausschwitzen und abspülen, sozusagen. Die Saunatreffen mauserten sich. Ein paar Mal habe man Geburtstage zusammen gefeiert oder andere kleine Feste und Fahrten unternommen. „Uns hat es etwas gebracht für die Gesundheit. Das war ein guter Ausgleich für die Arbeit. Erkältungen hatten wir so gut wie gar nicht“, schauen die beiden Sauna-Senioren zurück, „man muss das eben richtig machen, bei Paulicks gehörte ein Tauchbecken von Beginn an dazu“. Alle ihre Saunafreunde leben heute noch.

Auch wenn sie nun im höheren Lebensalter nicht mehr in die Schwitzstube gehen, raten Manfred (70) und Erika (71) jedem der Zeit hat, regelmäßig in die Sauna zu gehen. „Wir empfehlen auch, dass das ganze Jahr zu tun, wie wir es gemacht haben.“

Immer auf neuem Stand
Nach dem Beginn mit einer Sauna und deren schrittweiser Vergrößerung, nahm Inhaberin Dagmar Paulicks ab 1992 auch physiotherapeutische Behandlungen ins Programm auf. Die Saunagruppen wurden mehr, die gemütliche familiäre Atmosphäre trug ein Übriges dazu bei. Dann sank das Interesse der Leute an Saunabesuchen. Heute macht die Physiotherapie den Hauptanteil der Dienstleistung aus. Vor ein paar Jahren wurde abermals an- und ausgebaut auf dem Paulicks`schen Grundstück und ein Gymnastik-Raum für anspruchsvolles Rehabilitationstraining eingerichtet. Langwierige Genesungsprozesse, wie sie Sportverletzungen und Unfälle nach sich ziehen, konnten von da an auch in Pasewalk begleitet und therapiert werden. Nicht zuletzt hat Frau Paulicks Bestreben dazu beigetragen, fachlich stets auf neuem Stand zu sein. „Ich schicke immer mal wieder Mitarbeiter zur Ausbildung, das kennt man von mir“, sagt die Jubilarin.

Zur Ausbildung ging auch Tochter Antje und nicht zu irgendeiner. Als in Deutschland der Bachelor-Abschluss in Physiotherapie noch unbekannt war, machte die junge Frau ihren Abschluss an einer niederländischen Hochschule. Zur Vorbereitung auf die Übernahme von Mutters Praxis - „Ich schleiche mich so langsam raus“, bekannte Dagmar Paulicks gegenüber PN. Zum Jubiläum ist alles wieder einmal renoviert worden. Nicht zuletzt mit Unterstützung von Ehemann Eckhard, ohne dessen tatkräftiger Mithilfe manches nicht gelungen wäre.

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Hier gratuliert Bürgermeister Rainer Dambach zum 25jährigen Geschäftsjubiläum. Foto: Nau

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Hier gratuliert Bürgermeister Rainer Dambach zum 25jährigen Geschäftsjubiläum. Foto: Nau zum Vergrößern bitte hier klicken
Frisches Bier aus dem Zapfhahn der „AIDAblu“

(PN/Nau). In Hamburg ist ein neuer Kreuzfahrer der Aida-Klasse ge-
tauft worden. Die Pasewalker Reisekauffrau Jana Köhn besichtigte Angang Februar vorab das neue Schiff und fand es „super“. Sie lädt demnächst auch zu Schnupperfahrten mit der „AIDAblu“ ein.

Entstanden ist das Schiff auf der Meyer Werft in Papenburg. Gegenüber seinen Vorgängern zeichnet es sich durch einige Neuerungen aus. So kann erstmals auf einem Kreuzfahrer an Bord Bier gebraut werden und die Passagiere schauen dabei zu, denn die Produktionsräume unter Deck können besichtigt werden. Das Schiff verfügt über einen ausgedehnten Wellness-Bereich mit vielerlei Raffinessen, bis hin zum Direktzugang zwischen persönlicher Kabine und der Spa. Die Jungfernfahrt der „AIDAblu“ führt in die Gewässer der Ostsee und sie ist ausgebucht. Nächste Möglichkeit anzuheuern, besteht ab dem 6. März, dann führt ein Törn ab Hamburg nach Amsterdam, Antwerpen, Le Havre (mit Bus-Trip nach Paris), London und zurück.

Kreuzfahrten sind längst nicht mehr ein Privileg betuchter Senioren oder der High Society, weiß Geschäftsführerin Jana Köhn. In  den letzten Jahren sind eine Vielzahl Schiffe hinzugekommen, auf denen man preiswert reisen kann. Die Törns in europäische Gewässer gehen in der Regel über 5 bis 7 Tage. Beliebt, weil in angrenzende einheimische Seegebiete führend,  sind Ostsee-Trips. So führt ab dem 5. Mai - dieses Mal für 10 Tage - eine Seefahrt mit diversen Zwischenstopps nach St. Petersburg. Zur Beliebtheitssteigerung  hat auch die Tatsache beigetragen, dass die Etikette an Bord nicht mehr so stringent gehandhabt wird, wie es bis in die 1960er Jahre hinein der Fall war. Einen Dresscode, also Kleiderzwang, gibt es nicht mehr, an den Buffets kann man sich reichlich bedienen, für Kinder ist die Mitfahrt oftmals frei. Kapitänsdinner gehören nicht mehr zur Tagesordnung. Das Personal spricht deutsch. Die Reiseveranstalter packen den Knigge an Bord gern in die Formel „legere Clubatmosphäre“.
Jana Köhn, deren Büro am Pasewalker Markt mit anderen selbständigen Reisedienstleistern in der Kooperation „Schmetterling“ zusammen arbeitet, hat zwischen Oktober 2008 und 2009 rund 100 Aufenthalte auf AIDA-Schiffen verkauft. Die Tendenz ist steigend. Neu ist das Angebot, einen Kreuzfahrt-Riesen während einer Schnupper-Tour kennenzulernen, das sind fünf Tage durch Nord- oder Ostsee. Frau Köhn wird im Mai mit einer 46köpfigen Gruppe auf eine solche Tour gehen, dann noch einmal im September.

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Geschäftsführerin Jana Köhn stößt mit dem Schiffs-Braumeister Andreas Hegny auf gute Zeiten an. Foto: privat

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Geschäftsführerin Jana Köhn stößt mit dem Schiffs-Braumeister Andreas Hegny auf gute Zeiten an. Foto: privat zum Vergrößern bitte hier klicken
Häuserzeile  in der Großen Kirchenstraße wird saniert

(PN/Nau). Für Pasewalks älteste profane Bausubstanz naht Rettung. Ende Januar haben die Stadt und ein Prenzlauer Unternehmer den Kauf dreier Grundstücke in der Großen Kirchenstraße notariell besiegelt. Thomas Müller wird in den nächsten Jahren die Häuser 17, 15 und 13 schrittweise sanieren.
Die drei Häuser an der Ecke Große Kirchen - zur Kalandstraße machen wahrlich nicht viel her. Sie waren vielfach Stein des Anstoßes - zur Beschwerde, Beschämung oder auch zum hochnäsigen Amüsement Auswärtiger nach dem Motto „was, so etwas gibt es noch im Osten?“. Nun naht das Ende des Verfalls für Pasewalks älteste Bebauung im weltlichen Bereich. Zusammen mit dem jetzigen Haus der Anwaltskanzlei Ammon am Prenzlauer Tor sind die drei Häuser der Wiederaufbau-Phase nach dem 30jährigen Krieg zuzurechnen und verkörpern damit einen urbanen Gebäudetyp, wie er für Pasewalk einmal vorherrschend war, nämlich die Haupthäuser von Ackerbürgern. Die Nummern 17 und 15 haben gar noch ihre Originalgestalt behalten, während die 13 in preußischer Zeit überformt wurde.
Kaum war die Tinte unter dem Notarvertrag getrocknet, stellten sich der Investor, Bürgermeister Rainer Dambach und Stadtsanierer Erwin Holznagel der Presse. Mit gutem Grund, denn beiden Letztgenannten fiel wohl ein Stein vom Herzen. Für die Stadt habe sich die Hartnäckigkeit gelohnt, mit der einerseits die Abrissbirne verhindert und andererseits nach einem Investor gesucht worden ist, bekannten beide bei einem Vor-Ort-Termin in der Großen Kirchenstraße. Thomas Müller, der als Privatmann die Hausgrundstücke erworben hat, war mit der Kaufidee „lange damit schwanger gegangen“. Bewogen habe ihn schließlich die Aussicht, sich wieder „Häusern mit Seele“ widmen zu können. Es sei etwas ganz anderes, als wenn ich einen Neubau hinstelle, meinte der mit Denkmalen erfahrene Müller. Das letzte Wort habe der Steuerberater gesprochen, der angesichts der Finanzlage seines Mandanten zum Kauf raten konnte.
Wer ist nun der Mann, der sich mitten in Krisenzeiten dreier Immobilien annehmen will, die, oberflächlich betrachtet, eigentlich Schrott sind? Thomas Müller - Jahrgang 1964, gebürtig im Kreis Grimmen, Abschluss als Bauingenieur 1989 in Neustrelitz - steht der Denkmalpflege GmbH Prenzlau als Geschäftsführer und Inhaber vor. Die Firma ist aus der vormaligen Werkstatt für Denkmalpflege hervorgegangen, einem der wenigen spezialisierten Betriebe im Bezirk Neubrandenburg, die sich alter Bausubstanz angenommen hatten. Zu der Zeit war die Werkstatt vornehmlich mit St. Marien in Prenzlau und dem Wiederaufbau der dortigen Stadtmauer betraut. 1994 übernahm Müller die GmbH mit nur noch vier Leuten. Heute hat das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter in allen Kern-Gewerken der Denkmalpflege.
Was er als Baudenkmalpfleger drauf hat, ist in Pasewalk schon längere Zeit zu sehen. Er hat Ammons Kanzleigebäude von Grund auf saniert. Seine Handschrift weist auch die Häuserzeile an der Ecke von Bau- und Ziegelstraße auf mit dem hübschen Uralt-Werbezug „Colonialwaren Destillation & Cigarren“. Trotz mancher Einschränkung in der Räumlichkeit weil eben Denkmale, sind die Wohnungen dort stabil vermietet. Das verspricht Solidität auch für die Große Kirchenstraße, wo Müller wiederum Wohnungen einrichtet. Als Vorteil sieht er es weiterhin an, das Auftragsbuch seiner Firma gefüllt zu haben, denn er wird natürlich auch Ausführender sein. Der Sanierungsträger stellt dazu Fördermittel in Aussicht, die etwa die Hälfte der Baukosten decken könnten. Der Bauantrag ist gestellt. Sobald das Wetter es zulässt, will Müller den Restaurator in die Häuser schicken.


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Haben gut lachen: Bürgermeister Rainer Dambach, Thomas Müller von der Denkmalpflege GmbH Prenzlau und Stadtsanierer Erwin Holznagel. Foto: Nau

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Haben gut lachen: Bürgermeister Rainer Dambach, Thomas Müller von der Denkmalpflege GmbH Prenzlau und Stadtsanierer Erwin Holznagel. Foto: Nau zum Vergrößern bitte hier klicken
Trinkender vor Chinaschilf

Gestaltungskonzept für den Neuen Markt in der öffentlichen Diskussion
(PN/Nau).
„Grüne Mitte der Stadt“ - so umschreibt die Berliner Landschaftsarchitektin Dagmar Kahlert ihren Entwurf für die Neugestaltung des Neuen Marktes. Erste Ansätze für die Planung des Areals wurden vor kurzem in einer Einwohnerversammlung vorgestellt, wobei den Visionen der Architektin im Wesentlichen zugestimmt wurde. PN macht mit den Grundzügen ihrer Gestaltung vertraut.

Frau Kahlert spricht von einem „neuen urbanen Kontext“, in den sie den abgewinkelten Platz stellen möchte und offeriert dabei eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität in der grünen Mitte der Stadt. Sie möchte dem Ganzen mehr Promenadencharakter verleihen, unterschiedliche Sitz- und Spielmöglichkeiten integrieren und anstelle der hochgewachsenen Beete und Strauchpflanzungen vis-a-vis mehr Transparenz ermöglichen. Der Blick soll ungehindert auf die Geschäfte und ihre Auslagen fallen können. Was den Verkehr auf dem Areal betrifft, so schlägt Kahlert vor, Fußläufigkeit, Radfahren und Fahrzeugverkehr auf gleicher Ebene zu ermöglichen, wobei der Fußgänger Priorität hat und es keine Bordsteine geben wird. Das bezieht sich auf die Ueckerstraße, wie sie auf den eigentlichen Marktplatz stößt. Die  jetzt Neuer Markt geheißene Häuserzeile leicht versetzt zur Stettiner Straße wird Fußgängerzone bleiben. Ihr Vorschlag zur Verkehrsgestaltung beinhaltet dabei die Öffnung der Roßstraße für Fahrzeuge.

Skulptur etwas versetzen
Kahlerts Vorschlag bezieht die Skulptur des Trinkenden in die Gestaltung ein. Sie bleibt nicht ganz wo sie ist, sondern wird etwas versetzt, und zwar so, dass sie in der Sichtachse (siehe unser Titelbild) der Häuserzeile Neuer Markt erscheint. Selbstverständlich soll dann wieder Wasser aus der Säule fließen, eventuell von kleinen Fontänen flankiert, was vor allem Kindern Vergnügen bereiten dürfte. Ein Sichtschirm aus Chinaschilf soll der Skulptur eine gewisse Rahmung geben. Damit wären wir wieder beim Promenadencharakter. Die Vorstellungen für die Bepflanzung gehen dahin, mehr mit Blühpflanzen zu arbeiten und damit insgesamt mit mehr Farbe. An der Baumbepflanzung möchte Frau Kahlert nach Möglichkeit nichts ändern. Freiräume für die Gastronomie sieht die Planerin wie gehabt beim heutigen Restaurant „Razzi“ und auch  - das ist ein Neben-Vorschlag von ihr - auf dem Marktplatz gegenüber dem so genannten Treppenkonsum. Offensichtlich behagt der Architektin der große freie Marktplatz nicht so recht, weshalb sie sich an dieser Stelle eine Rasterpflanzung mit Sitzgelegenheiten darunter vorstellen kann.

Drei Gestaltungsbüros angeschrieben
Die öffentliche Vorstellung im Rathaus - zugegen waren 22 Einwohner - war nicht die erste Runde, die sich mit der Gestaltung des Neuen Marktes beschäftigt. Die Wählerinitiative WIP hatte schon einmal eingeladen, um grundsätzliche Wünsche von Anliegern in Erfahrung zu bringen. Ebenso diskutierten schon der Bauausschuss und eine verwaltungsinterne Gruppe im Rathaus mögliche Varianten. Die Stadt hatte drei Gestaltungsbüros angeschrieben, aber nicht im Sinne von Ausschreibungen. Zurückgemeldet hatten sich der renommierte Landschaftsplaner Stefan Pulkenat aus Gielow (Landkreis Demmin) und eben Frau Kahlert. Wenn die differenzierte Betrachtung jetzt mit ihr weiter geht, dann deshalb, weil die Ideen der Berlinerin offensichtlich ankommen und der Aufwand für die Gestaltung klein zu bleiben verspricht. Denn auch darum geht es. Noch einmal einen solchen Aufwand wie für den eigentlichen Marktplatz wird die Stadt nicht betreiben können. Zudem lässt sich an der Bebauung des Neuen Marktes und an seinen Höhenunterschieden einfach nichts ändern.

Erst mit Ende der 80er Jahre
Ein Areal Neuer Markt ist erst im Zuge der letzten innerstädtischen Bebauung Pasewalks entstanden. Das war in den Jahren 1988 bis `90. Zuvor waren die umgebenden Grundstücke unbebaut und bestenfalls als Grünanlagen hergerichtet - ein Relikt der Zerstörungen aus den letzten Tagen des II. Weltkrieges. Zudem ging der Verkehr einmal quer durch diesen Teil der Stadt - wo die heutige Stettiner verlängert über die Uecker - in die Grünstraße mündete und sich Pasewalks zentraler Busbahnhof befand. Sehr wahrscheinlich, dass die Namensgebung auf die damaligen Stadtplaner zurückgeht, vermutet Erwin Holznagel vom städtischen Sanierungsträger baubecon. Da sich die Benennung etabliert hat und keine triftigen Gründe für eine andersartige Titulierung vorliegen, müsse sich daran nichts ändern. Mit dieser Argumentation wurde auch auf die Frage geantwortet, ob man dem Bereich nicht einen anderen Namen geben sollte.

„2-Jahres-Programm“
Die nächsten Schritte? - Stadt und Sanierungsträger wollen weitere Planungsdetails erarbeiten lassen, u. a. die Verkehrssituation im Gesamtzusammenhang, das Schüleraufkommen, die im Boden liegende Infrastruktur, einen Ansatz zur Parkflächenbewirtschaftung. Mit Zahlen und Zeiträumen halten sich die Entscheidungsträger zurück. Erwin Holznagel spricht mit gebotener Vorsicht von „einem 2-Jahres-Programm“. Bürgermeister Rainer Dambach spricht von Frühjahr/Frühsommer, um dann über konkretere Planungen sprechen zu können.

Die Stadt hat sich für 2010 erst einmal einen weiteren Abschnitt der Marktstraße zur Sanierung vorgenommen. Kommt der Haushalt durch und kommen die in Aussicht gestellten Fördermittel dazu, dann wird der Abschnitt zwischen Graben- und Stettiner Straße neu gemacht. Was auch sein Gutes hat. Dann brauchen die Autofahrer nicht mehr um ihren Bremsweg bangen, wenn sie das kreuzgefährliche Schlackesteinpflaster unter den Rädern haben.

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Zeichnung: Kahlert

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Archäologische Sonderschau für drei Monate im Museum

Paul-Holz-Galerie muss vorübergehend umgelagert werden
(PN/St.R.).
Wenn man auf der B 109 aus Norden kommend in Richtung Pasewalk fährt, sind die Arbeiten an der Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung - kurz OPAL - unübersehbar. Die Rohrleitung verbindet Deutschland und Europa mit den großen Erdgasvorkommen in Sibirien. Von Lubmin bis an die tschechische Grenze durchläuft die Gastrasse auf 470 km Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen. Im Vorfeld der Bauarbeiten nahmen Archäologen im Bereich der Trasse Untersuchungen zu den Überresten untergegangener Kulturen vor. Die Grabung ist eines der längsten und länderübergreifenden archäologischen Projekte in der Bundesrepublik.
Auf einer Länge von 100 km eröffneten die Fachleute im Boden einen Querschnitt durch ca. 10.000 Jahre Kulturgeschichte in Vorpommern (siehe auch PN 10/2009). Über 30 Fundplätze mit reichhaltigem Material zeugen von Wohlstand und auch von Armut der einst hier siedelnden Menschen. Vom 23. März bis zum 30. Juni präsentiert das Museum der Stadt die schönsten und bedeutendsten Funde in der Sonderausstellung „Schätze aus dem Leitungsgraben“ des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege M-V. Highlights der Exposition sind sicherlich die arabischen Silbermünzen des 7. Jahrhunderts, die von weitreichenden Handelskontakten der damals zwischen Peenemünde und Pasewalk siedelnden Menschen zeugen.

Einmalige Chance für die Region
Es ist überaus verlockend, diese Schau nach Pasewalk zu bekommen, verlangt aber andererseits Zugeständnisse, für die hier um Verständnis geworben wird. Wer unser  Museum kennt, weiß um die Raumnot im Gebäude. Der Sonderausstellungsraum unterm Dach hat gerade einmal 28 m², das ist zu wenig für die Präsentation der Exponate und 10 großformatige Schautafeln. Für diese einmalige Gelegenheit - Pasewalk ist der einzige Ausstellungsort im Landkreis, außerdem wird es die letzte Chance sein, die Funde zu bestaunen - muss nun einmalig der größte und schönste Raum des Museums, die Paul-Holz-Galerie, genutzt werden. Die OPAL-Ausstellung bietet die Chance, das Profil des städtischen Museums zu schärfen als eine  für Landkreis und Bundesland respektable  regional- und kulturhistorische Einrichtung.
Kunstkenner und Interessierte am Werk des Künstlers Paul Holz kommen weiterhin auf ihre Kosten im Museum der Stadt Pasewalk, dessen wichtigstes Alleinstellungsmerkmal im Namen „Künstlergedenkstätte Paul Holz“ und mit der Paul-Holz-Galerie verankert ist.
Im Dachgeschoss des Prenzlauer Tores vermittelt das „Paul-Holz-Zimmer“ nach der Sonderschau wieder einen Eindruck zum Leben und Schaffen des norddeutschen Zeichners. Seit 2008 ist das Museum im Besitz einiger Teile Holzschen Originalmobiliars aus dem Nachlass seiner Tochter Christiane (1918-2006). Hierzu gehören eine barocke Truhe, ein barocker Kleiderschrank und ein eigens für Holz angefertigter Zeichenschrank aus den 1930er Jahren. Zum „Paul-Holz-Zimmer“ arrangiert, zeugen sie von den bescheidenen Schaffensumständen des Künstlers. Acht Drucke im Originalformat, seine Illustrationen zu Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“, sowie ein Porträt von Paul Holz in Öl von Martin Paatz aus dem Jahr 1926 sind hier zu begutachten. Ab Juli werden in der Paul Holz Galerie wieder 20 seiner Federzeichnungen, sowie die von Angelika Förster erarbeitete Ausstellung zu sehen sein.


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Weitere Spenden für Aktion Stolpersteine erwünscht

(PN/Dr. Egon Krüger). In diesem Jahr werden weitere Stolpersteine für Pasewalker Bürger jüdischen Glaubens, die Opfer des Holocausts geworden sind, verlegt. Vor nunmehr 70 Jahren am 12. Februar 1940 wurden die letzten Pasewalker Juden, außer einer schwerkranken Frau, über Stettin in Richtung Osten deportiert und zwar in das von Nazideutschland besetzte Polen in die Region Lublin-Majdanek. Dort wurden, soweit sie nicht vorher unter den unmenschlichen Bedingungen des Transportes gestorben waren, alle im KZ ermordet. Da die Stolpersteine ausschließlich durch Spenden finanziert werden, sind die Stadt und an der Aktion beteiligte Bürger auf Sponsoren angewiesen. Für jeden Stolperstein ist eine Summe von 95 Euro erforderlich. Zur Erinnerung: in Pasewalk wurden bisher 34 Steine mit einer Messinggravur in den Boden eingelassen und stets in einem Akt mahnender Erinnerung öffentlich gewürdigt. Wir rufen Bürger, Betriebe, Institutionen und Einrichtungen auf, durch eine Spende unser Vorhaben zu unterstützen. Für jede Spende sind wir sehr dankbar. Nur dadurch können wir ermordeten Pasewalker Mitbürgern wieder eine Identität geben und ihr Andenken bewahren.
Schon jetzt bedanken wir uns bei der Pommerschen Landsmannschaft für die Spende von 200,00 Euro, bei Frau Rosemarie Schuler aus Berlin für 30,00 Euro und bei Familie Simon aus Neustrelitz für 95,00 Euro für die in diesem Jahr geplanten Verlegungen. Sponsoren bitten wir, ihre Spende auf das extra eingerichtete Konto bei der Sparkasse Uecker-Randow mit der Nummer 4 100 065 774 (BLZ 150 504 00) unter dem Stichwort „Stolpersteine“ zu überweisen.

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Der Kölner Bildhauer Gunther Demnig beim Verlegen der Stolpersteine in der Baustraße 48/49. Foto: Schrom

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Der Kölner Bildhauer Gunther Demnig beim Verlegen der Stolpersteine in der Baustraße 48/49. Foto: Schrom zum Vergrößern bitte hier klicken
„Menschlich so ein feiner Kerl“

(PN/Nau). Im Gymnasium „Oskar Picht“ ist Ende Januar eine neue Ausstellung eröffnet worden mit Malereien von Karl-Heinz Wenzel. Die Teilnehmer der Vernissage erlebten einen meisterlichen Kunsterzieher Rüdiger Hundt, der anhand Wenzels Bildern einen Exkurs in neuerer Kunstgeschichte vom Feinsten darbot.
Weil Wenzel selbst nicht dabei sein und Besuchern womöglich antworten konnte - die Bahn hätte ihn im Schneegestöber vielleicht noch nach Pasewalk gebracht, aber nicht mehr zurück nach Neubrandenburg - übernahm Schulleiter Hundt die Rolle des Führers und Erklärers. Der scheint Karl-Heinz Wenzel (Jahrg. 1932) schon seit längerem und gut zu kennen. Wenzel habe namhafte Lehrer gehabt an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin, an der er von 1950 bis 1955 studierte, u. a. bei Horst Stempel, Bert Heller, Gerhard Kreische und dem Grafik-Guru Arno Mohr. Nette Episode jener Zeit: Mit dem Studienabschluss wurde Wenzel sogleich Mitglied im Verband Bildender Künstler Deutschlands. Man bemerke den Genitiv. Es war 6 Jahre vor dem Mauerbau.

Mit individuellen Zügen
Noch als junger Mann sei Wenzel ihm zunächst auf der 7. DDR-Kunstausstellung in Dresden aufgefallen und bei der darauf folgenden 8. dann ganz besonders. Unvergesslich Wenzels Porträt einer Köchin. Während andere Malergrößen der DDR  ihre Figuren aus dem Kreis der Werktätigen heroisierten, Stichwort Bitterfelder Weg, schuf Wenzel ein lebenspralles und gar nicht idealisiertes Frauenporträt mit sehr individuellen Zügen. Da hatte sich Wenzel aber schon einen Namen gemacht und eine gewissen Respekt erarbeitet. Der Mann bekam früh in der Halleschen Moritzburg eine Ausstellung, die sich auf Gegenwartsschaffen konzentriert hatte, und war vergleichsweise jung schon in der Akademie der (DDR) Künste zu sehen.
In den 1970ern kam Wenzel nach Neubrandenburg, wo das neue Zentrum für Bildende Kunst eine gewisse Vorreiterrolle in Kunstpolitik und -vermittlung zu spielen begann. Der frische Wind sorgte für etliche Debatten zwischen älteren und jungen Künstlern, wusste Rüdiger Hundt zu erzählen. Wenzel habe in den Hitzigkeiten oftmals vermittelt. „Er ist menschlich so ein feiner Kerl“, urteilte der Laudator.
Anfangs eher dem Figürlichen zugewandt, malte Wenzel in den späteren Jahren immer auch abstrakt. Was ja nicht gerade jedermanns Sache ist in der Kunstbetrachtung. Zur Vernissage im Gymnasium half Hundt seinen Gästen mit angenehmer Leichtigkeit über diese Hürde hinweg, so dass die stimmungsvollen Unterschiede einer Landschaft aus der Provence und einem kalten Morgen am Ostseestrand erfahrbar wurden, auch wenn es nicht den klitzekleinsten Anhaltspunkt für eine Lokalisierung des Sujets gibt.
Wenzels Bilder hängen bis zum 9. April im Erdgeschoss des neuen Schultraktes. Dann folgen Grafiken zur Literatur von Günter Grass.


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Rüdiger Hundt stellt seine Ausstellung mit Bildern von Karl-Heinz Wenzel vor. Foto: Nau

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Rüdiger Hundt stellt seine Ausstellung mit Bildern von Karl-Heinz Wenzel vor. Foto: Nau zum Vergrößern bitte hier klicken
All jou need is love - zu 99 Prozent echt

(PN/Nau). Eine Band aus dem englischen Liverpool knüpft an die legendären Zeiten der Beatles an. Anfang Februar trat die Gruppe THE CAVERN BEATLES im Kulturforum „Historisches U“ vor rund 320 Zuhörern auf.
Bleibt da nicht der kleine Umstand, dass es sich um eine Coverband handelt, so wäre die Illusion perfekt. Vier Musiker in
- instrumenteller Besetzung
- Klamotten
- Frisuren
- Sound
- und Gehabe
der echten Beatles versetzten die Zuhörer in die 60/70er Jahre zurück.
Das Konzept von Konzertveranstalter Pauli Munk aus Braunschweig geht offensichtlich auf. Er lässt die Gruppe nach diversen Tourneen im Ausland nun auch in Deutschland rundreisen. Pro Auftritt zählt das Tourneebüro zwischen 300 und 900 Besucher. Hier mag nur der Schnee hinderlich gewesen sein, den Luisensaal noch mehr zu füllen. Wer genau hinschaute, meinte sich sogar an Gesichtszüge der Vorbilder zu erinnern. Oder verklärte sich bei so viel tatsächlicher und vermeintlicher Übereinstimmung womöglich die Erinnerung? Pauli Munk meint, das könnte auch Zufall sein angesichts des 50. Jubiläums der ersten Beatlessongs. Wenn das Idol von einst äußerlich, musikalisch und stimmlich so treffend imitiert wird, legen die Sinne in der Rückschau noch eins drauf. Was bleibt ist die Erfahrung eines schönen Musikerlebnisses für Leute deutlich jenseits der Lebensmitte. Im Herbst besteht abermals Gelegenheit, CAVERN BEATLES zu erleben, dann in der Stadthalle Torgelow.
Ein nächster musikalischer Höhepunkt im „U“ wird am 12. März eine Frühlings-Gala sein, u. a. mit den Wildecker Herzbuben und anderen Schlagersängern.

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Rüdiger Hundt stellt seine Ausstellung mit Bildern von Karl-Heinz Wenzel vor. Foto: Nau

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